Mordsquoten – Netzboomer?

Der Krimi MORDSQUOTEN der Kölner Autorin Karoline Klötzing boomt im Netz. Der Roman, der die Geschichte eines tot aufgefundenen Showmoderators erzählt, konnte inzwischen viele tausend Zugriffe verzeichnen. Das jetzt erschienene Buch polarisiert seine Leserinnen und Leser offensichtlich stark – so wurde etwa bei xing, dem größten Online-Business-Netzwerk, in mehreren Gruppen tagelang lebhaft über MORDSQUOTEN diskutiert.

Mordsquoten von Karoline Klötzing
Innerhalb von 48 Stunden verzeichnete etwa die xing-Gruppe „Reed and Meet“ fast 400 Zugriffe auf MORDSQUOTEN und seine Autorin. Das Buch, eine „Crime-Doku-Soap in 24 Kapiteln“, findet offensichtlich online immer mehr Fans. Insgesamt gab es bisher alleine bei xing über 5.000 Zugriffe auf Buch und Autorin. Und der Trend hält an, wie die Zugriffszahlen – etwa auch bei facebook -belegen.

Entsprechend positiv fällt das Echo beim MOS Verlag in Braunschweig aus. „Ein Großteil der Mordsquoten-Besteller bezieht sich immer wieder auf das Internet und hier besonders auf xing“, sagt der MOS-Geschäftsführer Herrmann Hoffmann, der das Buch im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse vorstellte.

Erstaunlich hingegen: Die Presse nimmt MORDSQUOTEN bisher überhaupt nicht zu Kenntnis. Egal, wie viele Menschen sich online mit einer Neuerscheinung beschäftigen mögen: Die “klassischen” Printmedien haben offensichtlich kein Interesse, sich mit Büchern abzugeben, die nicht über den Vertrieb der Verlagsmultis lanciert werden. “Nicht mal einen schönen kleinen Verriss gönnen mir die Kollegen”, schmunzelt Autorin Karoline Klötzing.

Karoline Klötzing entführt uns hinter die Kulissen der Welt des Unterhaltungsfernsehens, in der nur ein wahrer Herrscher regiert: Der grausame Tyrann Quote. Auch ein Moderator hat deshalb eben noch lange nicht drehfrei, nur weil er tot ist. Wenn eine Insiderin wie Karoline Klötzing schreibt, wird diese Welt in ihrer ganzen herrlichen Verlogenheit zum Greifen nah, bekommt das Unterschichtenfernsehen endlich den Platz im Genre Krimi, den ihm die seriösen Autoren so lange vorenthalten haben. “Kein Mensch kann sich vorstellen, was da abgeht – und wie schnell so mancher Promi ruckzuck jeglichen Rest von Contenance fallen lässt”, weiß die MORDSQUOTEN -Autorin zu berichten.

Prompt ist MORDSQUOTEN bissig, spannend, abgefahren komisch – und reich an den schlimmen Ausdrücken, vor denen uns die gute alte Benimmlehrerin ARD doch jahrelang vergeblich versucht hat, zu bewahren. Mit anderen Worten: MORDSQUOTEN ist genau die richtige Lektüre, wenn in der Glotze heute schon wieder derselbe Mist wie gestern läuft.
(Quelle: Open-Pr)

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