Status Quo – Biografie

Die Gruppe Status Quo wurde bereits im Jahre 1962 von Francis Rossi und Rick Parfitt gegründet. Roy Lynes stößt kurz darauf zu der Schülerband, welche sich zunächst The Spectres nannte, wobei allerdings alle Lieder nur Flops waren. Dann nannten sie sich Traffic Jam und ab 1967 Status Quo, um eine Verwechslung mit Traffic Jam von Steve Winwood zu vermeiden.

Seit 1967 schwimmt die Gruppe auf der damaligen „Boogie-Rock“-Welle und bringt im Oktober 1967 ihren ersten echten Hit mit „Pictures of Maststick Man“ heraus, welcher sofort in England auf Platz 7 der dortigen Hitliste kletterte. In Deutschland flog die Single ebenfalls unter die ersten 10 Plätze und hielt sich dort sagenhafte 40 Wochen. Lediglich in den USA landete das Lied kurz auf Platz 12 der Hitliste und verschwand nach kurzer Zeit wieder.  Die nachfolgende Single „Ice in the Sun“ schaffte es soeben in England unter die Top 20 und dann verflog der erste Erfolg.

1970 kam der musikalische Wendepunkt: Status Quo spielte mit „Down the Dustpipe“ den schnellen und dennoch bluesigen Boogie Rock im Partyformat. Mit dem Album „Pildriver“ kam auch der Erfolg zurück. Die Gruppe trennte sich von dem Produzenten und spielte nun in den Plattenstudios ihren eigens entwickelten Live-Sound und waren ab der Zeit mit jedem Album erfolgreich, in England sogar bis unter die Top Five. Selbst ihre Kritiker mussten nun einsehen, dass die Band mit genau diesem Stil erfolgreich war: Sie waren eben Status Quo – einzigartig!

Im Jahre 1982 wurde Status Quo in der Presse in den höchsten Tönen gelobt: die Band spielte als erste Rockband auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung vor der englischen Königsfamilie. Seit dieser Zeit trat die Band immer wieder gern bei größeren Veranstaltungen dieser Art auf und half somit, für die verschiedenen bedürftigen Menschen Millionen an Pfund Sterling einzusammeln. Aber auch in anderen Belangen waren Status Quo sehr sozial eingestellt. So hielten sie 1991 im Pentonville-Gefängnis einen Musik-Workshop ab, und sogar den schweren Jungs fiel es leicht, dort mit viel Begeisterung mitzumachen.

In der Mitte der 1980er Jahre verlässt der Bassist Alan Lancaster nach einem längeren Streit die Gruppe und will als einer der Mitbegründer den Bandnamen mitnehmen. Den Streit vor Gericht gewannen Rick Parfitt und Francis Rossi, sodass ihnen der Bandname erhalten blieb. Seit der Zeit allerdings machten immer wieder Auflösungsgerüchte in den unterschiedlichen Pressen die Runde. Auf diese Weise verkauften sich sowohl ihre Singles als auch ihre Alben umso besser. 1989 stiegen Status Quo mit 39 Single Hits zur erfolgreichsten Band in Großbritannien auf, und das sogar noch vor den Rolling Stones. Bereits ein Jahr vorher schafften sie ein Novum: die Gruppe verkaufte das Olympic Stadium in Moskau aus. Was der Gruppe in Europa gelang, kam trotz aller Bemühungen in America nicht zustande. Dort kamen ihre Hits in den meisten Fällen nicht unter die Top 20.

1990 schaffte Status Quo den Sprung ins Guinness-Buch der Rekorde: Genau zum 25-jährigen Bestehen der Band spielte die Gruppe innerhalb von 24 Stunden vier verschiedenen Arenen in Großbritannien, der Schweiz und Dänemark auf. Im gleichen Jahr durfte die Gruppe ihre Ebenbilder in Madame Tussauds Rock-Circus-Wachsmuseum in London und bekam zudem den „British Award Outstanding Contribution to the British Music Industry“. Etwas später überreichte Prinz Albert von Monaco sogar den „World Music Award“ in der Kategorie  „Outstanding Contribution to the Rock Industry“.

1993 brachten Status Quo ihre erste Biografie in die Buchläden; 2004 wurde ihr Werk „XS All Areas“ in den Buchhandlungen Europas veröffentlicht. 2005 sang die Gruppe gemeinsam mit den Fußballfans von Manchester United die Fußball-Hymne „Come on You Reds“ und hatte damit endlich wieder einen Number One Hit. Und schon wieder schrieb Status Quo Geschichte: in Berlin bestreiten sie gemeinsam mit den Beach Boys „The Farewell Party“, mit denen sich alle Streitkräfte der westlichen Alliierten aus Deutschland zurückzogen.

Gitarrist Rick Parfitt machte leider auch außerhalb der Gruppe negative Schlagzeilen: er verursacht 1995 einen Autounfall mit seinem Porsche und stand dabei unter Alkohol und Drogen. 1997 musste er sich einer schwierigen Bypass-Operation unterziehen, was ihn wieder in die Schlagzeilen der Presse brachte. Im Jahre 2000 brachte die Fernsehgesellschaft BBC eine Dokumentation aus Anlass ihres 35-jährigen Bühnenjubiläums. Zu deren Historie zählten aber auch total absurde Auftritte: aus Anlass einer Down Under Tour karrten sie die gesamte Journaille per Zug nach Grandchester, einem der ältesten Bahnhöfe in Australien, wo sie auf einem Zug-Tieflader ihr Können zeigte. 2001 spielte Status Quo dann sogar ein Konzert für die Insassen des Big Brother Hauses oder veröffentlichte 2003 auf dem britischen Flugzeugträger HMS Ark Royal ihr neues Album „Heavy Traffic“, was gleichzeitig eine Hommage an ihre erste Zeit ist.

2008 nahmen Status Quo zusammen mit dem deutschen Techno-Act „Scooter“ ihren nächsten Nummer 1-Hit „Whatever you want“ neu auf, was vielen Fans aber nicht so ganz passte. Genau ein Jahr später dann mischten sie beim „Montreal Jazz Festival“ mit und nahmen zugleich von der Queen den „Order of the British Empire“ entgegen. 2012 verkündetetn Francis Rossi und Rick Parfitt, dass sie wieder gemeinsam mit den Ur-Mitgliedern John Coghlan und Alan Lancester gemeinsam auf Tour gehen wollten – 2013 setzten sie dies in die Tat um, für viele Status Quo-Fans schien es ein Abschied für immer zu sein. Es war auch noch von einem weiteren Album die Rede. Dazu gab es noch eine Action-Comedy mit Namen „Bula Quo“, wobei der dazu gehörende Soundtrack kam im Sommer 2016 in die Läden.

Als dann Rick Parfitt für immer die Augen schloss, kündigte Francis Rossi an, dass die Band trotzdem weitermachen wolle, schließlich wäre dies auch im Sinne von Rick Parfitt.  Sie sind schließlich Status Quo – Einzigartig!

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