Das Wüten der ganzen Welt

Das Wüten der ganzen Welt von Maarten’t Hart ist die Geschichte von Alexander Goudevyl, Sohn eines Lumpensammlers und damit die klassische Figur des Außenseiters.

Er wird von seinen Schulkameraden gehänselt und verprügelt, wird als Kind missbraucht und schafft sich mittels Musik ein Refugium, in das niemand eindringen kann.

Dass sich die Romanfigur ebenso wie der niederländische Schriftsteller ‘t Hart Bach widmet, zeigen die starken autobiografischen Züge der Geschichte.

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Nicht zuletzt der Titel Das Wüten der ganzen Welt stammt aus der Bach-Kantate “Eine feste Burg ist unser Gott”.

Das prägende Ereignis in diesem Roman ist der Mord an dem Polizisten Vroombout, der im Rücken des klavierspielenden Jungen geschieht.

Die Aufklärung des Verbrechens begleitet Alexander und den Leser durch das Buch.

In späteren Jahren ist aus dem Außenseiter ein erfolgreicher Komponist  geworden, der aber immer noch in irgendeiner Weise den Makel des unaufgeklärten Mordes an Vroombout mit sich und vor allen in sich trägt.

Als er sich dann mit den Söhnen seiner Klavierlehrerin anfreundet und vom Apotheker regelmäßige Einladunge erhält, beginnt Alexandr zu ahnen, dass die Freundlichkeit etwas mit dem Mord zu tun hat.

Ist der Roman schon exzellent gewesen, so übertrifft das  Hörbuch alle Erwartungen.

Als Sprecher sind Otto Sander und Christian Brückner die Creme de la Creme am Mikrophon und sogar Maarten’t Hart spricht einige Zeilen!

Das Wüten der ganzen Welt des niederländischen Autors ist ohne Zweifel faszinierend.

Es ist schon irgendwie ein Winterbuch bzw. Winterhörbuch.

Das passt am besten mit dem Hören, wenn man sich viel Zeit nimmt und die Welt um sich herum vergisst.

Wie bei der Musik von Bach.

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