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Weiterbildung

Ratgeber: Erfolgreich durch ein Fernstudium

Das Präsenzstudium gilt als typische Form eines Studiums. Es verlangt die persönliche Anwesenheit des Studenten und verfügt über eine relativ starre Struktur. Die Seminare und Vorlesungen finden zu bestimmten Uhrzeiten statt. Anders verhält es beim Fernstudium, das eine gute Alternative darstellt.

Einige Punkte sind zu beachten: Der passende Abschluss spielt eine wichtige Rolle, was auch für die Kosten und den Zeitaufwand gilt.

Ablauf des Fernstudiums

Eine akademische Ausbildung soll den Geist formen und Wissen vermitteln. In der Regel geschieht das durch Seminare, Vorlesungen und einen lebhaften Campus-Alltag. Beim Fernstudium entfallen diese Punkte, da man auf sich alleine gestellt ist. Es kommt die Frage auf, wie Inhalte vermittelt werden.

Die moderne Technik ersetzt den realen Dozenten, indem jede Vorlesung digital zur Verfügung steht. Als Fernstudent hat man Zugriff auf ein virtuelles Online-Studienzentrum. So kann sich der Student seine Unterlagen beschaffen und mit Dozenten via Internet kommunizieren. Es ist auch ein reger Austausch mit Kommilitonen möglich.

In der Regel muss man mindestens einmal im Semester zu Prüfungen erscheinen. Zudem finden wenige obligatorische Seminare statt, die flexibel angeboten werden.

Auswahl der Hochschule für ein Fernstudium

Studieninteressierte können über das Fernstudium einen akademischen Grad erwerben. Es sind viele Anbieter für Bachelor- und Masterabschlüsse aller Fachrichtungen vorhanden. Die Fernuniversität in Hagen ist die wohl bekannteste Institution. Darüber hinaus gibt es weitere Fernschulen, bei denen es zu unterscheiden gilt.

Einige Träger bieten Fernunterricht an, also eine weiterbildende Maßnahme. Hier steht eine bestimmte Einzelqualifikation im Vordergrund. Im Gegensatz dazu mündet das Fernstudium in einem vollwertigen akademischen Grad, wie etwa dem Bachelor of Arts (B.A.). Auch berufliche Fort- oder Weiterbildungen sind möglich.

Immer mehr klassische Hochschulen widmen sich dem Thema Fernstudium. Es ist wichtig zu prüfen, wo der Studiengang alles angeboten wird. Zudem sind finanzielle Aspekte zu beachten. Einige Fernhochschulen verlangen mehrere hundert Euro an Studiengebühren – und das jeden Monat. Eine staatliche Institution ist günstiger als ein privater Anbieter. Die genauen Kosten müssen häufig direkt erfragt werden.

Seriöse Fernhochschulen sind staatlich anerkannt. Es gelten die gesetzlichen Regelungen eines Präsenzstudiums. Ein Bachelor- oder Masterstudiengang braucht die Bestätigung eines Akkreditierungsinstituts, wie etwa der FIBAA.

Zulassungsvoraussetzungen für ein Fernstudium

Das Fernstudium führt zu einem akademischen Abschluss. Daher hat es die gleichen Voraussetzungen wie eine klassische Hochschule. In der Regel ist es das Abitur oder eine fachspezifische Berufspraxis. Nur der nicht-akademische Fernunterricht steht allen Interessenten offen.

Private Hochschulen haben ein Interesse daran, einen hohen Umsatz zu erwirtschaften. Daher versuchen sie möglichst vielen Bewerbern ein Studium zu ermöglichen. Dies geschieht im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, die das Abitur ersetzen. Das kann eine mehrjährige Berufspraxis sein, die dem Fachgebiet des gewünschten Studiums entspricht.

Eignung und Motivation zum und im Fernstudium

Das Fernstudium erfordert ein hohes Maß an Selbstorganisation. Im Vergleich zum Präsenzstudium steht man nicht im ständigen Austausch mit Kommilitonen oder Tutoren. Lediglich für kleinere Studienarbeiten ist ein Zusammenschluss üblich, der über das Internet erfolgt.

Dennoch fehlt ein regelmäßiger Antriebspartner, wie es bei einer klassischen Hochschule der Fall ist. Daher sollte man sich genau überlegen, ob man sich selber motivieren kann. Mit ein paar psychologischen Tricks ist das Fernstudium deutlich leichter zu meistern. Es lohnt sich, klare Zwischenziele zu definieren und sie schriftlich festzuhalten. Sobald ein Ziel erreicht ist, sollte man sich selber belohnen. Aus dem unüberwindbaren Berg wird eine angenehme Wanderung.

Neben dem Fernstudium sind regelmäßige Auszeiten wichtig. Die Gesundheit benötigt einige Phasen der Entspannung, um motiviert ins neue Semester zu starten.

Finanzierung des Fernstudiums

Die Kosten des Fernstudiums hängen von der Länge und von der gewünschten Studienrichtung ab. Je nach Hochschule weichen die Beiträge enorm voneinander ab. Zudem sind die Fahrtkosten für obligatorische Seminare und mündliche oder schriftliche Prüfungen einzuplanen. Das kann schnell ins Geld gehen.

Prinzipiell gelten die gleichen Fördermöglichkeiten wie im Präsenzstudium. Wer das Fernstudium in Vollzeit betreibt, kann BAföG beantragen oder sich für Stipendien bewerben. Ein berufsbegleitendes Fernstudium wird zumeist vom Arbeitgeber gefördert. Hier kann es sich lohnen, den Chef um finanzielle Unterstützung zu bitten.

Nach dem Fernstudium: Berufseinstieg

Fertige Absolventen sind belastbar und bringen fachliche Kompetenzen mit. Sie haben während ihres Studiums bewiesen, dass sie sich motivieren und organisieren können.

Etwas schwieriger gestaltet sich die Bewerbung, wenn das Fernstudium noch nicht beendet ist. Arbeitgeber können den Doppelstress als zu belastend ansehen und die Stelle anderweitig vergeben. Als Bewerber sollte man diesen Punkt offen ansprechen und alle Zweifel aus dem Weg räumen.

Fazit: Ein Fernstudium bietet die Möglichkeit, einen staatlich anerkannten Abschluss zu erlangen. Mit einem strukturierten Lernplan ist solch ein Studium absolut machbar – auch ohne Kommilitonen.

Staatliche Hochschule für ein Fernstudium

Das ist ist derzeit eine Auswahl, die ständig erweitert wird.