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Literaturlinks 12. – 14.11.2010

Back on the track! Geneigte Freunde der Lesefreude. Auch an diesem November Wochenende gibt es eine  Menge netter Dinge im Internet zu entdecken. So bietet die Zeit zum Beispiel ein Videointerview mit der Autoren / Juristin Juli Zeh! Vorhang auf an dieser Stelle. Beim Stöbern in der Wochenzeitung bin ich dann noch über “Die Superheldenmacher” gestopelt. Ein netter Artikel über DC Comics (Superman, Batman und so). Artikel Zeit “Die Superheldenmacher”.

Spannend finde ich, dass es immer mehr E-Book Reader gibt. Neben den Platzhirschen von Amazon, dem Kindle, natürlich auch Sony. Nun schickt sich die Buchhandelskette Thalia an mit ihrem Oyo auf den wachsenden E-Book Markt zu stoßen. Dafür haben die Buchhändler eine dicke Packung Geld in die Hand genommen und wer es genauer wissen möchte, kann sich bei W&V einmal drüber informieren. Oyo – W&V
Spannend ist in diesem Zusammenhang, dass der Versandhändler Amazon angekündigt hat, die Vergütung für Magazin- und Zeitungsverleger in Bezug auf das Kindle zu erhöhen. Näheres bei Golem.

Die Dostojewski Übersetzerin Swetlana Geier ist in dieser Woche verstorben. Eine Würdigung ihrer Arbeit findet sich bei Spiegel Online.

Wer mal ein gut gemachte Übersicht der Nobelpreisträger in Sachen Literatur haben möchte, kann sich die Klickstrecke beim Stern ansehen. Literaturnobelpreisträger

Die Literaturfreude ist oftmals gepaart mit Genussfreude. Wer möchte kann sich in der FAZ einen Kochbuchtipp reinziehen, um dann seine Lieben Daheim gehoben zu bekochen.

Freunde des Kriminalhörspieles werden heute nacht ab 0.05 Uhr beim Deutschland Funk mit einem Hörspiel unter dem Titel “Der letzte Detektiv: Eurodschungel” fündig.
Die Produktion stammt aus dem Jahr 1990 und bietet ein paar nette Stimmen der deutschen Fernsehgeschichte, die man schon lange nicht mehr gehört hat. So unter anderem  Bodo Primus, Peer Augustinski, Karin Anselm, Elisabeth Volkmann, Kornelia Boje, Rainer Basedow und Jochen Busse.

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Autoreninterview Kulturnews Literaturportal

Rezension und Autoreninterviews im Web Tv – Linktipp

Eine spannende Seite mit einem interessanten Ansatz der Literaturkritik ist literaturkritik.tv . Zahlreiche Rezensionen und Autoreninterviews sind hier in Bild und Ton vorhanden, so dass man mal wieder sehen kann, dass Literatur Spaß macht und das Buch ins Pantoffelkino gehört. Sehr sehenswert finde ich zum Beispiel das Interview mit Matias Faldbakken des Literaturkritik.tv Teams!

www.literaturkritik.tv

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Autoreninterview Kulturnews

Planetbook nachgefragt: Gerd Wolfgang Sievers im Interview

Sein Buch “Das arme Schlucker und faule Hund – Kochbuch” ist eine interessante und kulinarische Erlebnisreise, die dem Leser und vor allem den Nachkocher zu Unrecht vergessene Rezepte und Köstlichkeiten wieder in den Gaumen legt. Grund genug also für Planetbook.de einfach mal beim Österreichischen Star-Koch und vielfachem Buchautoren nachzufragen.

Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?
Gerd Wolfgang Sievers: Eigentlich durch die Recherchen am Buch „Genussland Österreich“, wo mir aufgefallen ist, dass sehr viele sogenannte „Arme-Leute-Gerichte“ alter Zeiten heute nicht nur als regionaltypische Spezialitäten gelten, sondern zum Teil auch als hochwertige Delikatessen bekannt sind!

Was ist Ihr Lieblingsrezept in Ihrem Kochbuch?
Gerd Wolfgang Sievers: Gut schmecken tun alle Rezepte, aber mit der badischen Spezialität „Linsen mit Spätzle und Wienerle (oder auch Landjäger)“ bin ich groß geworden und verbinde daher viele Kindheitserinnerungen damit. Und als absoluter Freund aller Innereien genieße ich natürlich gerne das traditionelle „Wiener Bruckfleisch“.

Ärgert sie der Begriff Arme-Leute-Essen und wenn ja warum?
Gerd Wolfgang Sievers: Ärgern nicht, aber ich finden den Begriff unpassend – weil Genuss einfach nicht materiell zu sehen ist, wie ich meine! Genuss muss demokratisch bleiben, soviel steht fest. Aber um die natürlichen Ressourcen zu schützen, sollte man darauf achten, was man in welchen Mengen wie oft isst! Es wird jedem einleuchten, dass nicht jeder Mensch auf dieser Welt jeden Tag Hummer essen kann und nicht ein jeder jeden Tag Hirsebrei essen will. Es kommt auf die Dosis und die Verteilung an, die gerecht sein muss. Ich bin sicher, dass Mutter Natur das ähnlich sähe und keine materiellen Maßstäbe – wie sie heute leider all zu oft angesetzt werden – hernähme, um zu entscheiden, wer was wann und wo essen darf. Das miteinander Essen und das Essen miteinander zu teilen macht uns zu Menschen – denn von Schweinen unterscheiden wir uns nur dadurch, dass wir den sogenannten Futterneid abschalten könnten, wenn wir nur wollten!

Wo haben sie die Rezepte für ihr Kochbuch her?
Gerd Wolfgang  Sievers: Ich habe sie alle irgendwann einmal probiert, genossen, lieb gewonnen und dadurch abgespeichert – nicht nur an den Hüften und am Bauch!

Was bedeutet Genuss für Sie persönlich?
Gerd Wolfgang  Sievers: Kurz: Leben! Lang: möglichst lange leben zu wollen!

“Das arme Schlucker und faule Hund – Kochbuch” ist bei Mokka erschienen und kostet 13,33 Euro. ISBN 978-3902693044