Bundesweiter Biografie-Wettbewerb geht in die zweite Runde

Der bundesweite Biografie-Wettbewerb „Was für ein Leben!“ geht ab sofort in seine zweite Runde. Gesucht: engagierte und starke Persönlichkeiten mit bewegten Lebensgeschichten. Der Wettbewerb wendet sich an Normalbürger, die ihre Erlebnisse und Erfahrungen weitergeben möchten. Auf die Sieger wartet ein ungewöhnlicher Preis: Ihre Lebensgeschichten werden verfilmt. „Filmbiografien waren bisher fast ausschließlich Prominenten vorbehalten. Doch jedes Leben ist ein Stück Geschichte, ein Resultat von persönlichem Charakter und Zeitumständen, von Begegnungen, Erfahrungen und Entscheidungen“, erklärt Angelika Brötzmann von ad.eo filmbiografien, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Evelyn Filipp den Wettbewerb ins Leben gerufen hat. Unterstützt werden die Filmemacherinnen vom Deutschen Historischen Museum in Berlin und vom Generali Zukunftsfonds, der vor allem Projekte der Generation 55 plus fördert und sich zum Ziel gesetzt hat, die öffentliche Anerkennungskultur für bürgerschaftliches Engagement zu verbessern.

Teilnehmer aus ganz Deutschland können sich ab sofort bewerben
Bewerbungen sind in drei Kategorien möglich: „Engagement“, „Zeitzeuge“ und „Persönlichkeit“. Die Bewerber müssen eine aussagefähige Zusammenfassung ihrer Lebensgeschichte einreichen. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2011. Eine fünfköpfige Jury aus Historikern und Biografie-Experten wählt im Frühjahr 2011 die Sieger aus. Die Dreharbeiten mit den Preisträgern finden von Mai bis August 2011 statt. Im Oktober 2011 feiern die Dokumentarfilme im Kino des Deutschen Historischen Museums in Berlin Premiere.

Gewinner sind „Stars“ ihrer verfilmten Biografie
2009 wurde der Biografie-Wettbewerb zum ersten Mal ausgeschrieben. Die Biografien der Preisträger zeigen ganz unterschiedliche Lebenswege: Clara Welten, 42, wächst in der Widerstandsbewegung der DDR auf, Wilhelm Simonsohn, 91, meistert sein Leben zwischen Tätern und Opfern des Nazi-Regimes: „Vorher war nichts da außer ein paar Fotos, dieser Film ist so was wie ein kleines Denkmal für meine Kinder, Enkel und Urenkel.“ Clara Welten hat die Stationen ihres Lebens mit dem Filmteam noch einmal bereist: „Dadurch konnte ich meine Erinnerungen auf neue Weise verarbeiten. Ein tolles Geschenk.“ In der Kategorie Engagement gewann die 74jährige Else Schwenk-Anger, die zahlreichen Waisenkindern in Rumänien zu einer glücklichen Kindheit und einer Berufsausbildung verholfen hat. „Der Film zeigt den sehr bewundernswerten Einsatz der Preisträgerin für die Gesellschaft. Das motiviert hoffentlich auch andere, ihre Geschichte zu erzählen oder auch, sich für andere einzusetzen“, so Jury-Mitglied Loring Sittler vom Generali Zukunftsfonds.

(quelle: http://www.openpr.de/news/488436/Biografie-Wettbewerb-startet-Die-spannendsten-Lebensgeschichten-von-Normalbuergern-werden-verfilmt.html)

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