Berliner U-Bahn Linien in Zeiten des Mauerbaus

Überall wird in diesen Tagen an die Grenze mitten durch Berlin erinnert: vor fünfzig Jahren begann der Bau der Berliner Mauer. Der sichtbare Teil des Grenzwalls hat sich ins Gedächtnis von Generationen eingeprägt.

Schienengeschichten der Berliner U-Bahn
Schienengeschichten der Berliner U-Bahn

Oft vergessen ist dagegen die unterirdische Mauer: entlang mehrerer U-Bahn-Linien durch Berlin errichtete das DDR-Regime ebenfalls einen „Eisernen Vorhang“. So befinden sich allein fünf Stationen der U-Bahn-Linie 8 auf ehemals Ost-Berliner Gebiet. Über die dramatische Entwicklung dort in den Tagen und Wochen nach dem 13. August 1961 berichtet das neue Hörbuch der Reihe ZUGhören.

Reportagen rund um die U-Bahn in den Zeiten des Berliner Mauerbaus

ZUGhören 8 enthält Reportagen und Berichte rund um das Thema Eisenbahn aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Auf einem 32-seitigen Begleitheft zur CD finden sich Fotos und viele Daten und Hintergründe zu den Hörstücken. Weitere Informationen gibt es im Internet: www.ZUGhören.de. Die CD Kann auch über den Buchhandel bestellt werden.

Die Audio-CD nimmt den ZUGhörer mit auf eine akustische Reise in den Berliner Untergrund. Ab August standen entlang der U-Bahnhöfe im Ost-Sektor statt der Passagiere bis an die Zähne bewaffnete Volkspolizisten und Soldaten. Sie bedeuteten den West-Berliner U-Bahn-Fahrern, besser nicht mehr anzuhalten, damit niemand mehr in den Westen fliehen konnte.

U-Bahnhöfe, die zu Geisterbahnhöfen wurden

Dagegen beharrte der West-Berliner Senat darauf, dass die Stationen zum West-Netz gehören und folglich weiter angefahren werden müssen, wenn auch mit verminderter Geschwindigkeit. Das wiederum nutzten die ersten Soldaten in den Ost-Stationen aus, sprangen auf die langsam fahrenden U-Bahnen auf und flüchteten so in den Westen.

Was folgte, war ein langer, zäher Streit zwischen Ost und West über Mindestgeschwindigkeiten der Züge im Ost-Teil der Stadt und über Gebühren, die der Westen zähneknirschend für Trassen und Strom zahlen musste. Gleichzeitig riegelte der Osten die unterirdische Grenze immer mehr ab und machte sie in der Folgezeit für Menschen praktisch undurchlässig. Die U-Bahnen fuhren 28 Jahre lang durch Geisterbahnhöfe.

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(quelle: http://www.newsmax.de/die-berliner-mauer-unter-der-erde–pressemitteilung26159.html)

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